09.06.2017

Kolpingwerk begrüßt neue Gesetzgebung in der Fleischindustrie

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer benötigen bessere Aufklärung


Das Kolpingwerk im Diözesanverband Münster begrüßt das am 2. Juni vom Bundestag verabschiedete Gesetz zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft als längst überfällig. In einer Branche, über die in regelmäßigen Abständen über schlechte Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern berichtet wird und in der Selbstverpflichtungen der Fleischindustrie wenig bewirkt haben, zeigt das Gesetz nun deutlich Grenzen auf. Gerade durch die Verschärfung der Dokumentationspflicht im Bereich der Arbeitszeit und die Verantwortung der Unternehmer bei der Zahlungspflicht von Sozialversicherungsbeiträgen soll ausbeuterischen Werkverträgen für Leiharbeiter entgegengewirkt werden.

Jedoch kann nur derjenige seine Rechte durchsetzen, der sie auch kennt. Daher bedarf es einer neutralen, flächendeckenden Informations- und Beratungsstelle für ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, gerade in der Fleischindustrie. Über das im neuen Gesetz geschaffene Verbot, Arbeitsmittel, Schutzkleidung und Schutzausrüstung den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Rechnung zu stellen oder vom Lohn abzuziehen, müssen die Beschäftigten informiert und beraten werden. „Nicht jedes Gesetz oder jede Lohnabrechnung ist immer durchsichtig. Hier brauchen wir flächendeckend kompetente und unabhängige Beratung, um Missstände aufzudecken und die oftmals kaum der deutschen Sprache kundigen Arbeiterinnen und Arbeiter zu unterstützen“, so Uwe Slüter, Geschäftsführer des Kolpingwerkes im Diözesanverband Münster.

Text: Daniel Fissenewert

Uwe Slüter, Diözesangeschäftsführer
Uwe Slüter, Diözesangeschäftsführer
 
 

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Kolpingwerk Diözesanverband Münster e.V.
Gerlever Weg 1
D-48653 Coesfeld

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